Travel Proud LGBTQ+ Travellers

Wie LGBTQ+ Personen im heutigen Klima über Reisen denken

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Sehen Sie sich die Erkenntnisse aus unserer jährlichen Reisestudie an – die Ergebnisse unserer umfassendsten LGBTQ+-Studie sind da.

In einer Welt, in der 64 Länder gleichgeschlechtliche Beziehungen immer noch kriminalisieren, darunter 11, in denen die Todesstrafe verhängt werden kann, ist es wirklich keine Überraschung, dass uns unsere LGBTQ+ Studie eine Geschichte mit zwei Seiten erzählt. Für unsere bislang umfangreichste LGBTQ+ Reisestudie haben wir mit 11.555 LGBTQ+ Reisenden aus 27 Ländern gesprochen, um ein besseres Verständnis ihrer früheren Reiseerlebnisse, ihrer zukünftigen Pläne und davon, wie wir sie unterstützen können, zu gewinnen. 

Wir wissen, wie sehr Sie sich bemühen, all Ihren Gästen ein hohes Maß an Gastfreundschaft zu bieten. Gleichzeitig ist es sehr wichtig zu verstehen, dass die Gleichbehandlung aller nicht immer bedeutet, dass sich auch alle einbezogen fühlen. Daher können Trainings zur Inklusion dazu beitragen, die besonderen Herausforderungen zu veranschaulichen, mit denen LGBTQ+ Reisende konfrontiert sind, und Wege aufzuzeigen, diese zu überwinden und das Reisen zu erleichtern. 

Unser Ziel ist es, mit der weiteren Verbreitung des Travel Proud-Programms die Vorsicht der LGBTQ+ Reisenden in Vertrauen zu verwandeln – gemeinsam.

Travel Proud Infographic DE

Das Risiko von Diskriminierung und Gewalt hat einen erheblichen Einfluss auf die Reisepläne von LGBTQ+ Personen

Ob LGBTQ+ Reisende ihre Reise stornieren (41% haben dies im vergangenen Jahr getan, nachdem sie festgestellt hatten, dass ihr Reiseziel nicht LGBTQ+ freundlich war) oder ihr Aussehen dem Anlass entsprechend ändern (75% der Transgender-Personen haben ihre Kleidung und Make-up auf Reisen angepasst) – man kann auf jeden Fall mit Bestimmtheit sagen, dass dies aus Sicherheitsgründen geschieht.

80% gaben an, dass sie bei der Auswahl eines Reiseziels an ihre Sicherheit und ihr Wohlbefinden als LGBTQ+ Person denken müssen. Im Vorjahr waren es noch 64%. Berichten zufolge sind 74% der Transgender-Reisenden weltweit mit einer unverhältnismäßig hohen Rate an Diskriminierung und Gewalt konfrontiert.

Enttäuschend ist, dass fast drei Viertel (71%) der Befragten angaben, dass ihre Wahl des Reiseziels stark durch die Kontroverse in den Medien über die Haltung, Diskriminierung und Gewalt gegenüber Menschen, die sich als LGBTQ+ identifizieren, beeinflusst wurde. Einige globale Großereignisse fühlen sich für sie wie ein absolutes „No Go“ an. Unsere Ergebnisse zeigten auch, dass LGBTQ+ Reisende aus Australien (84%), Hongkong (82%) und den USA (79%) am vorsichtigsten waren.

LGBTQ+ Reisende machen also ihre Hausaufgaben

Unsere Studie ergab, dass 65% vor Reiseantritt Zeit damit verbringen, Marken zu recherchieren, um herauszufinden, wie sie LGBTQ+ Personen unterstützen, und 69% stimmten zu, dass sie Fluggesellschaften und Marken mit einer inklusiven Richtlinie bevorzugen. Ebenso bevorzugen 65% der Reisenden Erlebnisse und Aktivitäten, die speziell auf Menschen zugeschnitten sind, die sich als LGBTQ+ identifizieren.

Beim Check-in erhalten offenbar 40% allgemeine Informationen über die Umgebung, während LGBTQ+ spezifische Informationen weitaus seltener sind (16%). Unsere Untersuchungen haben ergeben, dass über ein Drittel (34%) Informationen über den LGBTQ+ Status eines Standorts erhalten möchte. Bei transsexuellen, genderfluiden und genderqueeren Menschen sind es sogar 51%. Kenntnis der lokalen Gesetze, religiöser Sensibilitäten und Tipps, wo man sich sicher aufhalten kann, sind wichtig, um diesen Reisenden ein Gefühl der Sicherheit zu vermitteln. Jede Maßnahme, die Sie ergreifen können, um LGBTQ+ Reisenden das Gefühl zu geben, dass sie willkommen sind, wird mit Sicherheit eine erheblich positive Wirkung haben.

„In einer Welt zunehmender Widersprüche und Instabilität ist es keine Überraschung, dass die LGBTQ+ Reisenden von heute gleichzeitig vorsichtiger und selbstbewusster sind“. Wir bei Booking.com möchten, dass alle die Möglichkeit haben, die Welt zu entdecken und dabei zu jeder Zeit sie selbst sein können. 

Obwohl die Sichtbarkeit, das Verständnis und die Akzeptanz von LGBTQ+ Personen in den letzten Jahren große Fortschritte gemacht haben, können wir diesen Fortschritt nicht als selbstverständlich betrachten. Die Reisebranche sollte danach streben, ein Vorbild für Inklusion zu sein, und dazu beitragen, ein Umfeld zu schaffen, in dem sich alle entfalten können, egal ob sie in die nähere Umgebung oder ans andere Ende der Welt reisen.“, sagt Arjan Dijk, CMO und Senior Vice President bei Booking.com

Positiv zu vermerken ist, dass 78% angaben, dass sie die Buchung einer Reise aktiv genießen, und 82%, dass sie während ihrer Reisen positive Erfahrungen gemacht haben, insbesondere mit Unterkünften.

Diese positive Einstellung zeigt sich in Verbesserungen gegenüber dem Vorjahr bei vielen Fragen unserer Studie. 42% der LGBTQ+ Reisenden haben vor der Ankunft eine freundliche und informative Korrespondenz mit der Unterkunft geführt, gegenüber 25% im Jahr 2022. So sagen auch 47% der Reisenden, dass sie bei der Ankunft einen großartigen ersten Eindruck hatten, z.B. durch Begrüßungsgetränke und freundliches Personal. Dies ist ein Anstieg gegenüber 31% im Jahr 2022. Und noch besser – verglichen mit 62% im Jahr 2022 sind jetzt 71% der Meinung, dass ihre Erfahrung als LGBTQ+ sie tatsächlich zu selbstbewussteren Reisenden macht.

Da wir selbst aktive Befürworter von Allyship sind, zeigen uns diese Statistiken natürlich, wie weit wir in der Reisebranche gekommen sind, und trotz einiger Rückschritte auf der ganzen Welt werden insgesamt Fortschritte erzielt. Das zeigt sich auch darin, dass 78% das Gefühl haben, dass das Reisen jetzt angenehmer geworden ist, weil die Reisebranche zunehmend inklusiver wird. Und für genderfluide und genderqueere Reisende steigt dieser Wert auf beeindruckende 87%. 

Wir hoffen, dass wir nächstes Jahr um diese Zeit einen weiteren Anstieg vermelden können, da sich viele weitere Partner wie Sie für das Proud Hospitality-Training anmelden und sich eine Travel Proud-Kennzeichnung verdienen.

 

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Wie finden Sie diese Seite?

Zusammenfassung
  • Es wurden positive Fortschritte erzielt – aber wir können noch viel mehr tun, damit sich LGBTQ+ Reisende entspannt und sicher fühlen, wenn sie die Welt erkunden
  • Personen, die sich als Transgender identifizieren, sind am vorsichtigsten, wenn es um Reisen geht. 74% sind Berichten zufolge viel öfter von Diskriminierung und Gewalt betroffen.
  • Die Nachfrage nach Ratschlägen (34%) und Erlebnissen (65%), die auf die Interessen von LGBTQ+ Personen zugeschnitten sind, ist hoch – und wird derzeit nicht erfüllt
  • Mehr als 30.000 Unterkünfte weltweit haben für ihren Einsatz für inklusive Gastfreundschaft die Travel Proud-Kennzeichnung auf Booking.com erhalten.