London

Short Stay Summit: Schlüsselthemen und die wichtigsten Erkenntnisse der diesjährigen Veranstaltung

 | Speichern
Erfahren Sie, welche Erkenntnisse und Prognosen der Senior Product Manager von Booking.com vom Short Stay Summit in London mitgebracht hat

Der Short Stay Summit fand kürzlich in London statt und zog Branchenführer aus der ganzen Welt an. Alberto Bernes, Senior Product Manager bei Booking.com, war vor Ort und teilte seine Erkenntnisse mit uns.

Click.: Können Sie uns in Ihren eigenen Worten etwas über den Short Stay Summit erzählen?

Bernes: Der Short Stay Summit ist eine der, wenn nicht sogar die größte Veranstaltung der Branche im Vereinigten Königreich, die sich der Kurzzeitvermietung von Unterkünften widmet. 

Die Teilnehmer sind eine Mischung aus Unterkunftsbesitzern, Verwaltungsfirmen, Dienstleistern und anderen Interessenvertretern der Branche, die alle das Ziel haben, das Profil – und die Ergebnisse – der Kurzzeitvermietungsbranche zu verbessern. Außerdem trifft man auf eine große Anzahl von Branchenexperten und Influencern aus der ganzen Welt, die ihre Analysen und Prognosen für die Zukunft mit uns teilen.

Click.: Wie war die diesjährige Veranstaltung? 

Bernes: Die Stimmung war großartig. 

Seit Beginn der COVID-19-Pandemie gab es zwar andere Veranstaltungen (einschließlich des letztjährigen Short Stay Summit), aber dies war eine der ersten Veranstaltungen, an denen ich seit Beginn der Pandemie teilgenommen habe, die sich – in Ermangelung eines besseren Wortes – wirklich „normal“ anfühlte.

Die zahlreichen Teilnehmer konnten es kaum erwarten, das Aufgebot von internationalen Rednern zu hören, die ihre Erkenntnisse mitteilten – beides wäre vor 18 Monaten noch fast undenkbar erschienen.

Click.: Gab es ein Schlüsselthema, das Sie dieses Jahr für sich mitgenommen haben?

Bernes: Während der Pandemie wurde Flexibilität zu einer Erwartung der Gäste, und die Reisenden begrüßen – und fordern sogar – größere Flexibilität, sowohl von den Unterkünften als auch von dem Ort, an dem sie buchen. 

Dieser Übergang zur Flexibilität bringt jedoch eine Reihe von Vorteilen für Anbieter von Kurzzeitunterkünften mit sich.

Während man sich früher vielleicht für eine Stadt entschied und dann einfach aus Gewohnheit nach Hotels in der Gegend gesucht hat, sehen wir jetzt, dass der Marktanteil für Unterkünfte außerhalb des Hotelsegments wächst und die Leute wirklich die verschiedenen Optionen für Unterkunftsarten abwägen.

Und wenn man sich früher vielleicht hingesetzt und eine formelle Entscheidung darüber getroffen hat, wohin die nächste Reise gehen soll, ist dies heute dank Mobiltelefon fast überall und jederzeit möglich. Egal ob man mit Freunden unterwegs ist, wenn beim Fernsehen ein Ort Interesse weckt oder einfach beim Scrollen durch soziale Medien – in jedem Fall kann die nächste Reise mit wenigen Klicks gebucht werden. 

In Anbetracht dessen ist es vielleicht nicht überraschend, dass Buchungen über Mobilgeräte bereits rund 60% aller Buchungen auf unserer Plattform ausmachen.

Tatsächlich hat sich nicht nur die Art und Weise geändert, wie Reisende buchen, sondern auch das Konzept einer Reise selbst könnte sich zukünftig ändern.

Click.: Auf welche Weise?

Bernes: Nun, die Grenzen zwischen Geschäfts- und Urlaubsreisen sind verschwommener als vor der Pandemie.

Früher war es ziemlich klar: Geschäftsreisen wurden vom Arbeitgeber organisiert und waren so kurz, wie es für die Arbeit erforderlich war. Aber jetzt entscheiden sich viele Leute dafür, auf solchen Geschäftsreisen etwas persönliche Zeit einzuplanen, um das Meiste aus der neuen Gegend herauszuholen und sich die Sehenswürdigkeiten anzuschauen. Tatsächlich hat unsere kürzlich durchgeführte Umfrage zu Reisetrends ergeben, dass 62% der Reisenden weltweit planen, in diesem Jahr eine Geschäftsreise zu verlängern, um etwas Freizeit dranzuhängen.

Dasselbe beobachten wir auch auf der anderen Seite, wenn Menschen ihre Urlaubsreisen verlängern, um an einem neuen Ort zu arbeiten. Schließlich ist es bei der Remote-Arbeit möglich, einen ganzen Monat zu buchen, eine Woche als Erholungspause einzulegen und den Rest der Zeit während der Bürozeiten zu arbeiten, um die Abende und Wochenenden in einer neuen Umgebung zu verbringen.

Die Leute wollen ihr eigenes Ding machen, auf ihre eigene Art und Weise. Und dies könnte für Anbieter von Kurzzeitunterkünften besonders wertvoll sein.

Click.: Gab es etwas, das Sie bei der Veranstaltung besonders überrascht hat?

Bernes: Ich würde sagen, dass trotz der anhaltenden Herausforderungen durch die Pandemie immer noch ein so starkes Gefühl der Neugier, Energie und Positivität bei den Teilnehmern vorhanden war. Vielleicht gibt es das Gefühl, dass sich die Dinge kurz- bis mittelfristig noch ein wenig ändern könnten, aber letztendlich bleiben die Leute zuversichtlich, was die langfristige Entwicklung betrifft.

Dies geht weit über die alltäglichen Belange hinaus. Viele Leute stellten Fragen über die potenziellen Auswirkungen selbst langfristiger Entwicklungen wie dem Aufkommen der virtuellen Realität oder dem Metaverse. Dinge, von denen sie wussten, dass darauf noch niemand eine Antwort hat, zu denen man aber gerne die Meinung anderer hört. 

Es ist leicht, sich mit den Herausforderungen aufzuhalten, die in der Zukunft auf die Reisebranche zukommen könnten, aber mit solch engagierten, leidenschaftlichen Leuten an der Spitze der Branche ist es viel einfacher zu glauben, dass wir auch diese meistern werden.

 

Click.2022
Mehr erfahren

Wenn Sie nach Einblicken von Experten der Reisebranche aus der ganzen Welt suchen, sehen Sie sich einige der Highlights von Click. 2022 an.

Click. 2022

Wie finden Sie diese Seite?

Topics
Zusammenfassung
  • Anfang dieses Jahres fand der Short Stay Summit 2022 in London statt, der Fachleute aus der Kurzzeitvermietungsbranche aus der ganzen Welt anzog
  • Alberto Bernes, Senior Product Manager bei Booking.com, nahm an der Veranstaltung teil und gab in seinem Kamingespräch Einblicke in wichtige Themen
  • Zu den Diskussionsthemen gehörten Flexibilität, mobile Trends und die Zukunft von Geschäftsreisen