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Stayokays Weg zur Nachhaltigkeit: unsere Gäste gehen ihn mit uns

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Die niederländische Hostelgruppe Stayokay legt den Fokus auf die Verringerung ihrer Umweltbelastung. Sustainability Coordinator Mirjam Kiestra erzählt uns, was getan wird, um die Ziele zu erreichen

Nachhaltigkeit stand für Stayokay schon immer im Mittelpunkt, und wir sehen es als unsere Aufgabe an, die Umwelt so gut wie möglich zu schützen. Schon bei unserer Gründung im Jahr 1929 haben wir uns bewusst einer nachhaltigen Unternehmensführung verschrieben. Jetzt haben wir 20 Hostels in den Niederlanden und noch immer steht Nachhaltigkeit für uns im Mittelpunkt.

Als Unternehmensgruppe nachhaltig handeln

Wir haben 2008 als erste Unterkunftskette Europas das europäische Umweltzeichen erhalten – das war für uns der Auslöser, unser eigenes Programm für Nachhaltigkeit zu entwickeln. Zunächst haben wir für dieses Programm namens „Well done!” ein Team zusammengestellt, zu dem auch unsere CEO gehört. Das Team kommt regelmäßig zusammen und macht Pläne für die Zukunft. Unsere Botschafter sorgen dann dafür, dass diese in unseren Hostels umgesetzt werden. 

Wir nutzen jedes Jahr ein Quartal für eines unserer vier Hauptthemen – Energie, Wasser, Abfall und Gesundheit & Wohlbefinden. Diese Herangehensweise bietet uns eine Struktur, wenn wir uns ansehen, was wir bereits geschafft haben und was wir noch umsetzen möchten. 

Wir haben bereits große Fortschritte gemacht. Alle unsere Unterkünfte nutzen nun zu 100% erneuerbare Energien und drei von ihnen haben Solarmodule installiert. Wir bieten unseren Gästen zudem die Möglichkeit, während Ihres Aufenthalts Ihren CO2-Ausstoß mit 0,20 € pro Person und Nacht auszugleichen. Diese Zusatzzahlungen gleichen unsere Kosten für die Nutzung erneuerbarer Energien komplett aus, was zeigt, wie wichtig Nachhaltigkeit für die Reisenden von heute ist.  

Stayokay Hostel

 

Recycling ist ebenfalls Bestandteil unserer täglichen Prozesse und wir haben dafür einige einzigartige Wege gefunden. Die Uniformen unseres Personals werden zum Beispiel aus wiederverwendeten Kleidungsstücken und Plastikflaschen hergestellt. Die Modeindustrie ist mit viel Verschmutzung verbunden und man kann jede Menge Wasser sparen, indem man alte Textilien recycelt. Auch unsere Leihfahrräder bestehen aus recycelten Teilen und bieten unseren Gästen somit eine nachhaltigere Fortbewegungsart.

In unseren Küchen achten wir besonders darauf, die Lebensmittelverschwendung zu reduzieren. In den Niederlanden wird jedes Jahr eine riesige Menge Essen weggeworfen, daher hat die Vermeidung von Lebensmittelverschwendung bei uns eine hohe Priorität. Ob eine Paprika perfekt oder schief und krumm gewachsen ist, macht für den Geschmack keinen Unterschied, also arbeiten wir mit Lieferanten zusammen, die Lebensmittel retten, die sonst weggeworfen worden wären. 

Wir haben in den meisten unserer Unterkünfte in den Gemeinschaftsbereichen Wasserhähne eingebaut, um den Verbrauch von Einweg-Wasserflaschen zu reduzieren. Für internationale Gäste ist es vielleicht etwas ungewohnt, aber uns ist es wichtig, dass alle unsere Gäste wissen, dass unser Leitungswasser ohne Bedenken getrunken werden kann. Wir haben in unseren Duschköpfen und Wasserhähnen Durchflussbegrenzer eingebaut, um Wasser zu sparen. Vorher flossen etwa 15 Liter Wasser pro Minute durch unsere Hähne. Jetzt sind es nur noch etwa sechs. 

Unsere eigene gemeinnützige Initiative Stay4all übernimmt die Kosten von Klassenfahrten für Kinder, die sonst nicht mitfahren könnten. Für jede Person, die unsere Tagungsräume nutzt, geht 1 € an die Stiftung. Im Jahr 2019 konnten wir so 250 Kindern ermöglichen, ins Sommercamp zu fahren. 

Um wertvolles Feedback bitten

Wir möchten Gästen einen entspannten, schönen Aufenthalt bereiten und ihnen kein schlechtes Gewissen bezüglich ihrer Auswirkungen auf die Umwelt machen. Daher haben wir eine Kommunikationsstrategie entwickelt, mit der wir auf freundliche Weise über das Thema informieren können. In unseren Duschen befindet sich zum Beispiel ein Schild, auf dem steht, dass Singen in den Duschen okay ist. Dass aber die Stimme und der Wasserverbrauch nicht überstrapaziert werden sollen. Unsere Gäste sagen, dass sie die Slogans mögen und unseren Ansatz schätzen. 

Um unsere Gäste über die Auswirkungen der Plastikverschmutzung aufzuklären, haben wir in unseren Unterkünften am Vondelpark und in Utrecht ein Kunstwerk namens „Message on a Bottle“ zusammengestellt. Dazu haben wir eine Wand mit gebrauchten Plastikflaschen bedeckt und jede davon mit einem Fakt über Plastik versehen. Mit dem Projekt wollen wir das Bewusstsein für die Auswirkungen von Einwegplastik schärfen und „Plastiksuppe“ verhindern – die entsteht, wenn Plastik unsere Wasserwege verschmutzt. Durch das Kunstwerk werden die Gäste auch auf unsere Bemühungen aufmerksam, Einwegplastik in unseren Unterkünften zu reduzieren.

Stayokay hostel

 

Ich berechne jedes Jahr für jedes Hostel unseren CO2-Fußabdruck – einschließlich unseres Wasser-, Energie- und Gasverbrauchs sowie der Abfallproduktion – und vergleiche ihn mit unserem Ausgangswert, aber das ist nicht immer einfach. Jedes Jahr bringt neue Herausforderungen – zum Beispiel hatten wir dieses Jahr mehr Gäste als letztes Jahr. Es ist schwierig, da faire Vergleiche anzustellen. Eine Tatsache, die mich aber sehr motiviert, ist, dass die Anzahl der Gäste, die sich aufgrund unserer Nachhaltigkeitsmaßnahmen für unsere Unterkünfte entscheiden, deutlich gestiegen ist. 

Auch bei unserem Personal konnten wir einen Anstieg der Personen feststellen, die sagen, dass sie sich aufgrund unseres Engagements für Nachhaltigkeit dafür entschieden haben, bei Stayokay zu arbeiten. Es ist motivierend zu sehen, dass unsere Nachhaltigkeitsbemühungen wahrgenommen werden – auch die kleinen Dinge, wie unsere Mülltrennung oder der Verzicht auf Plastik bei unseren Frühstücksbuffets. 

Schritt für Schritt vorgehen

Wenn man den Weg zu mehr Nachhaltigkeit beschreitet, kann es eine Herausforderung sein, zu entscheiden, worauf man sich konzentrieren soll. Mein wichtigster Rat für andere Unterkunftsanbieter ist, dass sie nicht gleich am Anfang alles wissen müssen. Man lernt und entwickelt sich auf dem Weg weiter. 

Es sollte auch nicht vergessen werden, dass man nicht alles auf einmal machen kann – aber es gibt immer neue Möglichkeiten, die auf dem Weg entdeckt werden. Zu unseren nächsten Schritten gehören die Erweiterung unserer Zielgruppen für den Stay4all-Fonds und die Bereitstellung von Ladestationen für Elektro-Autos an unseren Unterkünften.

 

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Zusammenfassung
  • Stellen Sie intern ein Team zusammen, das sich für Nachhaltigkeit begeistern kann und gemeinsam Ideen und Initiativen entwickelt
  • Schauen Sie über den Tellerrand hinaus, indem Sie z.B. recycelte Uniformen verwenden oder einen guten Zweck mit den Einnahmen durch Tagungen unterstützen 
  • Gehen Sie Schritt für Schritt vor – neue Erkenntnisse können neue Möglichkeiten eröffnen